Osteopathie

… kranke Knochen?

 

Osteopathie ist eine manuelle Therapieform, die auf einem fundierten Verständnis der Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Körpers basiert. Es ist wichtig zu betonen, dass Osteopathie eine ergänzende Methode ist und die Schulmedizin nicht ersetzen soll. Die Grundprinzipien der Osteopathie umfassen:

Struktur und Funktion sind reziprok verbunden: Dieses Prinzip betont die Bedeutung der körperlichen Integrität. Es wird davon ausgegangen, dass anatomische und physiologische Strukturen eines Individuums in enger Beziehung zueinander stehen und sich gegenseitig beeinflussen.

Körperliche Selbstregulierung und Selbstheilung: Osteopathie erkennt an, dass der Körper über natürliche Heilungsmechanismen verfügt. Durch manuelle Techniken zielt sie darauf ab, diese Mechanismen zu unterstützen und zu verbessern.

Bedeutung der Körperflüssigkeiten: Ein zentraler Aspekt der Osteopathie ist die Aufrechterhaltung und Förderung einer guten Zirkulation von Körperflüssigkeiten (Blut, Lymphe, Gehirn-/Rückenmarkflüssigkeit), um optimale physiologische Funktionen zu gewährleisten.

Betrachtung des Körpers als integrierte Einheit: Obwohl ich Aussagen wie „Körper und Geist sind eine Einheit“ vermeiden möchte, basiert die Osteopathie auf eben diesem Verständnis, dass alle Körpersysteme miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen.

Osteopathische Behandlungen umfassen eine Reihe von manuellen Techniken, darunter Weichteilbehandlung, Gelenkmobilisation und -manipulation sowie Muskelenergietechniken. Diese Techniken werden individuell an die Bedürfnisse jedes Patienten angepasst und zielen darauf ab, die Funktionalität zu verbessern und Beschwerden zu lindern.

In den USA wird Osteopathie als medizinischer Studiengang angeboten, was ihre wissenschaftliche Fundierung und Anerkennung unterstreicht. Die in der Osteopathie angewandten Konzepte und Techniken basieren auf etablierten wissenschaftlichen Erkenntnissen in den Bereichen Anatomie und Physiologie, vergleichbar mit denen der konventionellen Medizin.

 

Die osteopathische Manipulation, oft als „Einrenken“ bezeichnet, ist eine sanfte und sichere Behandlungsmethode, die auf der manuellen Beeinflussung von Gelenken und Muskeln beruht. Hier sind einige wichtige Punkte, die helfen können, Ängste zu reduzieren:

Sanfte Technik: Osteopathische Manipulationen sind in der Regel sanft und werden mit Sorgfalt durchgeführt. Sie sind darauf ausgelegt, Spannungen in Gelenken und Muskeln zu lösen, ohne dabei Unbehagen oder Schmerzen zu verursachen.

Individuelle Anpassung: Jede Behandlung wird auf die spezifischen Bedürfnisse und Beschwerden des Patienten abgestimmt. Der Osteopath berücksichtigt dabei individuelle Faktoren wie Gesundheitszustand und Komfort.

Ziel der Behandlung: Das Hauptziel ist es, die Beweglichkeit des Körpers zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Dies kann dazu beitragen, das allgemeine Wohlbefinden zu erhöhen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen.

Aufklärung und Einverständnis: Vor der Behandlung wird der Patient ausführlich über die geplante Manipulation informiert. Einverständnis und Wohlbefinden des Patienten haben oberste Priorität.

Qualifizierte Praktiker: Osteopathische Manipulationen werden von qualifizierten und erfahrenen Osteopathen durchgeführt, die eine umfassende Ausbildung in dieser speziellen Technik absolviert haben.

Geräusche während der Behandlung: Manchmal kann es während einer Manipulation zu einem leisen „Knacken“ kommen. Dies ist normal und ein Zeichen dafür, dass Spannungen im Gelenk gelöst werden.

Es ist wichtig zu betonen, dass die osteopathische Manipulation eine sichere und effektive Methode ist, um Beschwerden zu behandeln und die körperliche Funktion zu verbessern. Es geht definitiv nicht um ein effektvolles Knackgeräusch. Das kann zwar auftreten, ist aber nicht das Ziel der Technik

 

Quellen: 

  1. osteopathie-liem.de – Osteopathische Manipulationstherapie
    https://osteopathie-liem.de/osteopathische-manipulationstherapie-kreuzschmerzen/
  2. osteopathiewiesbaden.de – Kann Osteopathie bei Angst und Panikattacken helfen?
    https://www.osteopathiewiesbaden.de/osteopathie-bei-angst-und-panikattacken/
  3. doktor.ruhr – HVLA – Arztpraxis für Osteopathie
    https://www.doktor.ruhr/hvla
  4. osteopathie-liem.de – Vagusaktivierung und Stressreaktion aus Sicht der Osteopathie
    https://osteopathie-liem.de/vagusaktivierung/
  5. everand.com – Osteopathische Diagnostik und Therapie
    https://www.everand.com/book/320666793/Osteopathische-Diagnostik-und-Therapie
  6. thieme-connect.com – Thieme E-Journals – osteopathisch Zeitschrift für Osteopathen
    https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-0043-105759?device=desktop&innerWidth=412&offsetWidth=412

„Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“

Lao-Tse

Vorteile
der Osteopathie

Keine Medikamente

… Osteopathie heißt nicht, dass Sie komplett auf alle Medikamente verzichten können. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass Sie auf das eine oder andere vielleicht verzichten könnten, weil es nur ein subjektives Symptom unterdrückt.

Wenn ein Gelenk oder Knochen schmerzt, dann ist aus osteopathischer Sicht die Versorgung mit Blut oder die Drainagefähigkeit durch das Lymphsystem gestört. Dem zu Grunde liegt daher eine Fehlregulation im Nervensystem. Während die Schulmedizin versucht, das Symptom abzuschalten oder das vermeintlich schadhafte Organ zu entfernen oder zu ersetzen, geht die Osteopathie zunächst den natürlicheren Weg. Durch gezielte manuelle Techniken wird versucht, die Durchblutung wieder zu normalisieren, die Informationswege der Nerven zu optimieren und dadurch wieder für genügend Nährstoffe zu sorgen.

Es ist einfach sicher

Es ist selbstredend, dass eine schulmedizinisch fundierte, ärztliche Diagnose vorangehen sollte. Haben Sie Röntgenbilder oder MRT-Aufnahmen, dann ist es in der Regel hilfreich, diese zum Behandlungstermin mitzubringen.

Auch wenn ich versuche, aus einer anderen, als der gewohnten Perspektive auf Ihr Anliegen zu schauen, ist es immer wichtig, bestehende und gesicherte Diagnosen zu kennen. Mit einem Gleitwirbel (unnatürlich beweglicher und damit schlecht gesicherter Rückenwirbel), einer Osteoporose („Knochenschwund“, verringerte Knochendichte) oder einer Zyste (verkapselte, nicht selten mit Blut, Gewebeflüssigkeit oder eine breiigen Flüssigkeit gefüllte Hohlräume in Geweben) in den Gedärmen müssen die Behandlungstechniken entsprechend angepasst werden.

Da es bei der osteopathischen Behandlung weder zu einer Verabreichung von Medikamenten, noch zu einem invasiven (Durchdringen der Haut mit Nadeln oder Messern) oder operativen Eingriff kommt, handelt es sich um eine sehr sichere Methode: Lediglich eine Gruppe von Techniken steht im Verdacht stärkere regulative Wirkung im Sinne einer kurzen Erstverschlimmerung zu haben: die HVLA-Techniken (High velocity, low amplitude – oder „Einrenken“, wie es fälschlicherweise genannt wird). Aber zu diesen Techniken werden Sie im Speziellen aufgeklärt und vorab getestet.

Allerdings sind die einwirkenden Kräfte sehr wohl und fein dosiert und das  Gelenk dabei gesichert.

Symptome machen die "Krankheit"

Es ist großartig zu wissen, wie viel die Biologen und Mediziner unserer Zeit  über Wohlergehen und Unwohl unseres Körpers herausgefunden haben. Und das man auf dieses Wissen in katalogisierter Form zugreifen kann.

Häufig zeigt sich beim genauen Betrachten, dass viele Krankheitsbilder immer wiederkehrende Symptome aufweisen, die als solche erst durch diese Definitionen zu Diagnosen werden:

Eine Arthrose zum Beispiel ist gekennzeichnet durch ein beginnendes Steifheitsgefühl, das eine Schwellung des betroffenen Gelenks nach sich ziehen kann. Neben anfänglichen Belastungsschmerzen kommen später noch ein Anlaufschmerz und final ein Ruheschmerz dazu. Haben Sie alle diese drei Symptome und wird in einem Röntgenbild noch eine Verminderung der betroffenen Knorpelmasse, eine Verschmälerung des Gelenkspaltes und eine Verdichtung der Knochen nachgewiesen, gilt die Diagnose als „gesichert“.

Aber wie entsteht denn überhaupt Arthrose? Welche Faktoren führen dazu, dass sich – sollten Sie nicht gerade Leistungssportler sein – eine Belastung für ihren Körper als so groß erweist, dass sie ihre Gelenke degeneriert? Und warum bekommen nicht alle Menschen mit derselben Belastung diese Krankheit? Warum gibt es Menschen, die auf Röntgenbildern dieselben Probleme aufweisen, aber keine Schmerzen haben?

Die Osteopathie setzt dort an, wo die Schulmedizin noch nicht oder nicht mehr nachfragt: Lassen sich alle oder einzelne Symptome reduzieren? Kann man durch Verbesserung der Beweglichkeit (im Gelenk selbst, aber auch den umliegenden Geweben und Ihren täglichen Bewegungsroutinen) eine Veränderung der Symptome erzielen ? Kann man die Versorgung des Gewebes verbessern – Blut besser an- oder abtransportieren lassen, die reinigende Drainage durch die Lymphflüssigkeit anregen oder Schwellung zu reduzieren? Kann das überreizte Nervensystem soweit beruhigt werden, dass es nicht mehr auf jede Kleinigkeit überreagiert? Und falls man es schafft, auf so viele kleine Faktoren wie Beweglichkeit, Empfindlichkeit oder Koordination positiv einzuwirken, bleibt Ihr Beschwerdebild dann noch als solches bestehen?

Sie möchten etwas verändern?

Dass Sie auf dieser Seite gelandet sind und sich durch so viel Text gearbeitet haben zeugt schon von einem Willen, Veränderung wenigstens in Betracht zu ziehen.

Ein operativer Eingriff, solange er nicht hoch-akut ist, kann (im chronisch-orthopädischen Bereich) manchmal auch noch ein wenig warten. Nicht im Sinne von „vor sich her schieben“, sondern im Sinne von Herausfinden, ob es nicht vorher doch anders geht. Viele gesetzliche und private Krankenkassen haben seit 2011 Programme ins Leben gerufen, die Ihnen die private osteopathische Behandlung bezuschussen. Die Erfahrungswerte scheinen also eindeutig für diese Form der Behandlung zu sprechen.

Informieren Sie sich bitte vor einer Behandlung auch bei ihrer Kasse über Möglichkeiten, Sie in Ihrem Genesungsprozess zu unterstützen.

Applied Kinesiology

… auch ohne Worte?

Die Applied Kinesiology (AK) ist ein bisher einmaliges Diagnosekonzept, das eine veränderte Muskelreaktion im Krafttest auf verschiedene Reize interpretiert.

Durch gezielte und hochspezifische Testreize wird das Nervensystem provoziert in einer fast binären Form zu antworten: Muskel an (normoreaktiv) oder Muskel aus (dysreaktiv). Aber wie jedes binäre System, lassen sich durch Auffinden des richtigen Algorithmus unglaublich komplexe Geschehen wiedergeben.

endlose Weite im Überbewusstsein

„Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht tun zu können, solange ist es ihm unmöglich, es zu tun.“

Baruch de Spinoza

Vorteile der Applied Kinesiology

Sie haben schon vieles versucht, sogar Osteopathie?

… aber suchen trotzdem Hilfe? Gar kein Problem. Denn bei dieser Form der Untersuchung wird das sehr subjektiven Empfinden des klassischen Osteopathen um ein System erweitert, das das Fehlinterpretieren einer Bewegungsqualtität stark reduziert.

Dieses individuelle Erspüren wird ja nicht abgeschaltet oder ignoriert. Aber es wird durch eine sehr systematische Methode ergänzt, von der viele Osteopathen nichts wissen. Denn sie ist kein Bestandteil der klassischen Osteopathie. Und darin unterscheide ich mich genauso, wie alle  Osteopathen sich untereinander unterscheiden.

Sehen Sie, es gibt bestimmt Techniken, die man in dieser Kombination nur in der Osteoapthie findet. Aber auch in der klassischen Massagetherapie werden Geist und Gewebe entspannt, in der Chirotherapie werden Gelenke manuell korrigiert, auch in Faszientherapien (Rolfing oder sogar Yoga) wird die Beweglichkeit der inneren Organe verbessert. Aber die Kombination all dieser Techniken mit der geistigen Herangehensweise unterscheidet die Osteopathie von anderen Konzepten. Und so unterscheidet sich auch jeder Osteopath von seinen Kollegen durch die Anzahl, die Qualität und die Vielfältigkeit seiner Erfahrungen und Fortbildungen.

Ich arbeite osteopathisch, kinesiologisch, hypnotherapeutisch (von Regression über Yager-Therapie bis zum Simpsonprotokoll), habe die Moderne Akupunktur nach Boel gelernt,  Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht… warum bin ich nicht bei nur einem dieser Systeme geblieben?

Weil sich in meinen Augen alle diese Ansätze ergänzen. Ich habe kaum ein Konzept gelernt, in dem ich nicht auch mehr Verständnis für andere mitnehmen konnte. Und die Applied Kinesiology ergänzt alles, indem ich Ihren Körper direkt befragen kann, ob eine geplante Technik angebracht oder unwirksam ist.

Es ist diese einzigartige Möglichkeit, alles aus einer Hand zu erfahren und dadurch Verknüpfungen in Ihrem System zu entdecken, auf die man nicht kommt, wenn man nur „eingleisig“ fährt.

Sie wünschen sich nachhaltige Veränderung?

Eine große Stärke der Applied Kinesiology ist das Aufdecken alter Stressoren, die IRT (injury recall technique). Was meine ich damit?

Angenommen, Sie haben einen Auffahrunfall, bei dem Ihre Halswirbelsäule übermäßig stark belastet wird. Nun heilen die Strukturen über Wochen aus, aber das Nervensystem bleibt vielleicht in einem übererregten Zustand, den es selbst nicht beruhigen kann. Es erinnert sich regelrecht an jede Struktur, die bei dem Unfall beteiligt und in Mitleidenschaft gerissen wurde. Es reagiert auf jede Bewegung überkritisch, um sicherzugehen, dass keine der betroffenen Strukturen erneut verletzt wird. Und im schlimmsten Fall wird es übervorsichtig und schaltet eine Fehlerinformation in jede noch so kleine Bewegung, die das System potentiell belasten könnte. Vielleicht nicht einmal permanent. Sondern immer nur latent, wenn bestimmte andere Gelenkpositionen oder gar Kombinationen von bestimmten Bewegungen oder Gelenkpositionen erreicht werden, die im neuromuskulären System sofort wieder zum „Abschalten „bestimmter Muskeln führen – der Muskel funktioniert natürlich noch und kann willentlich angesteuert werden. Aber die Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen wird verlangsamt. In der Applied Kinesiology sprechen wir in diesem Fall von einem hypo-reaktiven Muskel. Oder umgangssprachlich: abgeschaltet.

Das geschieht freilich nicht nach jedem Trauma. Aber es sind dankbare Untersuchungen bei Menschen, die solch ein Trauma nach Jahren verdrängt oder vergessen haben. Menschen, die in bestimmten Situationen immer wieder dieselben Probleme bekommen, obwohl bei konventionellen Untersuchungen alles in Ordnung zu sein scheint.

Die  zu testenden Möglichkeiten sind so vielfältig, wie es der menschliche Geist erlaubt: von Nahrungsmittel-Sensibilitäten, Allergenen, alten Traumata, psychologischer oder emotionalem Stress, Gelenkfehlsfunktionen und und und…

Finden wir gemeinsam heraus, ob ich Ihnen etwas neues erzählen kann.

Sie möchten Veränderung bemerken?

Die Applied Kinesiology ist immer wieder für einen Aha-Effekt zu haben.

Die Prämisse besteht in der Annahme, dass jedes Gelenk, wenn alle beteiligten Muskeln korrekt und normoreaktiv arbeiten, sich schmerzfrei bewegt. Kommt es zu einem Problem im Bewegungsablauf, bestehen zwei Fragen: welche Muskeln sind dysreaktiv (funktionieren nicht optimal) und welche Faktoren führen zu dieser Fehlreaktion? Ihre Nervenwurzeln in der Wirbelsäule, Organe, Nährstoffe, aktive Reflexzonen, alte Verletzungen?

Da das Grundprinzip für das Sammeln der benötigten Informationen darin liegt, Muskeln zu testen, haben Sie genauso die Möglichkeit zu beobachten, wie sich im besten Fall ein auffälliges Testergebnis nach dem anderen verändert. Innerhalb von nur einer Sitzung. Und sollte es nicht zu einer erneuten Traumatisierung kommen (Fehlbelastung, Unfall etc.) wird jeder korrigierte Muskel seinen Zustand beibehalten. Es stellt sich nur die Frage, ob wir alle Auslöser finden konnten, die die Symptome Ihres Beschwerdebildes ausmachen.

Eine zweite Sitzung findet innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen statt. Sollten alle Muskeln ihr Korrektiv behalten, zeigt sich das in dieser zweiten Untersuchung. Je nachdem, wie sich Ihr Beschwerdebild verändert oder unverändert bestehen bleibt und wie die erneute Muskeltestung ausfällt, wird entschieden, wie weiterhin vorgegangen wird.

Nach einem Monat strebe ich eine dritte Sitzung an, die entweder bestätigt, was die Arbeitshypothese vorgab oder Sie sich Gedanken machen können, wie sehr Ihnen mein Behandlungsansatz zusagt.

Ich setze mir persönlich zum Ziel, innerhalb von drei Sitzungen ein Problembild soweit zu erfassen und zu behandeln, dass sich eine eindeutige Veränderung feststellen lässt. Von einer winzigen Nuance, die Ihnen aber Hoffnung gibt, weil das Problem sich sonst behandlungsresistent zeigt bis zur Lösung des Problems.

Alles Weitere bleibt Ihre Entscheidung: Gehen wir den Weg gemeinsam, vielleicht auch auf anderen Pfaden (z.B. Liebscher & Bracht oder Hypnose) oder nehmen Sie die Erfahrungen aus diesen Sitzungen mit zu Ihrem nächsten Behandler?

Neurofunktionelle Integration

… funktionelle Systeme gezielt behandeln

Die NeuroFunktionelle Integration ist ein integriertes Therapie-Konzept, das auf der funktionellen Neurologie, struktureller Anatomie und funktioneller Biochemie basiert. Es zielt darauf ab, funktionelle und regulatorische Störungen in allen Körpersystemen zu diagnostizieren und zu behandeln. Dieses Konzept berücksichtigt das komplexe Zusammenspiel aller Körpersysteme, das durch das Nervensystem orchestriert wird. Dr. Philip Eckardt, der hinter dieser Methodik steht, betont die Bedeutung des Nervensystems in der Regulierung aller Körperfunktionen und seiner Rolle bei der Koordination zwischen den Körpersystemen und deren Interaktion mit der Umwelt.

Drei grundlegende Ideen liegen dem Konzept zugrunde:

  1. Die Lösung für ein Problem liegt im System selbst, da die Funktionen im Körper das Ergebnis eines integrierten Zusammenwirkens des Nervensystems sind.
  2. Ein systemorientierter Ansatz wird einem symptomorientierten Ansatz vorgezogen, wobei die Ursachen global statt nur lokal betrachtet werden.
  3. Bevor man sich um Inhalte kümmert, sollte zuerst die Verbindung zwischen den Körpersystemen überprüft werden.

Die neurofunktionelle Untersuchung und Behandlung erfolgt rein manuell und konzentriert sich auf die Lokalisierung und Behebung von „Wackelkontakten“ im Nervensystem, um eine optimale Funktion wiederherzustellen. Diese Methode kann sowohl bei funktionellen Störungen als auch bei strukturellen Störungen und Erkrankungen angewendet werden.

Zusammenfassend kann die NeuroFunktionelle Integration als ein fortschrittlicher und ganzheitlicher Ansatz zur Behandlung von Gesundheitsstörungen betrachtet werden, der das Nervensystem und seine zentrale Rolle in der Körperfunktion in den Mittelpunkt stellt

Fingerzeig

Vorteile der Neurounktionellen Integeration

Sie sind eigenverantwortlich...

Sie mögen es nicht, Glück und Leid in andere Hände zu legen? Herzlichen Glückwunsch! Die meisten Menschen wollen das nicht und geben die Verantwortung lieber ab.

Obwohl Sie einen Großteil der Sitzungen damit verbringen werden, zu beobachten, wie ein zu testender Kontrollmuskel seine Funktion scheinbar willkürlich verändert, ist es dennoch möglich, eigene Übungen (im Sinne einer Hausaufgabe) zu finden, die speziell auf Ihr Nervensystem abgestimmt sind. Es geht nicht ausschließlich darum, einen bestimmten Muskel X mit einer bestimmten Übung zu dehnen oder zu kräftigen. Im Sinne eines neuroathletischen Ansatzes wird untersucht, ob die entsprechenden Übungen überhaupt von Ihrem System akzeptiert werden, vielleicht sogar verborgene Ressourcen in Bereichen freisetzen, die scheinbar nichts mit der trainierten Struktur zu tun haben. Oder ob im Gegenteil eine Übung, die schon lange durchgeführt wird, nicht sogar einen negativen Einfluss auf Ihr System haben kann. Unabhängig davon, ob die Übung theoretisch sinnvoll ist.

Sonst tat mir das doch imer ganz gut

Natürlich kann es sein, dass Sie schon Ihr ganzes Leben lang oder erst seit dem Besuch bei einem Bewegungstherapeuten ein gut eingespieltes Bewegungsprogramm haben. Ein Programm, das zu Ihrer persönlichen Routine, zu Ihrem Alltag geworden ist. Und doch reagiert Ihr Körper auf diesen vertrauten Trainingsreiz ganz anders. Das könnte daran liegen, dass auch Ihr Leben nicht linear verläuft. Täglich wirken Milliarden von Reizen auf Ihr Nervensystem ein, die meisten werden unbewusst gefiltert… aber alle haben ihre Wirkung. Es leuchtet jedem ein, dass man einen Finger, in dem ein Splitter steckt, nicht mechanisch überlasten darf, damit die Entzündung abheilen und der Körper wieder funktionieren kann. Aber nehmen wir einmal an, dass es sich nicht um etwas so Offensichtliches wie einen Splitter handelt, sondern um eine komplexe Koordination verschiedener Nervensysteme und Gehirnteile. Ein System, das so feingliedrig ist, dass einzelne Fehler einerseits oft kompensiert werden können, andererseits aber zu Folgefehlern führen. Und man stelle sich vor, eine täglich ausgeführte Übung rutscht genau in einen solchen „Folgefehler“ und löst statt der gewohnten Erleichterung plötzlich Unwohlsein aus.

Muskeln und Bewegungssysteme müssen perfekt funktionieren, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Sie haben Anliegen, die auf den ersten Blick von niemandem behandelt werden

Wie oft kommen Patienten zu mir, die zum Beispiel unter Schwindel leiden. Aber der Hals-Nasen-Ohren-Arzt hat ein Innenohr- oder Augenproblem ausgeschlossen, der Osteopath hat die Nackenmuskulatur bis zum Erbrechen gelockert oder ein anderer Facharzt hat ihnen erklärt, dass „eigentlich alles in Ordnung ist“.

Als Patient so weit zu kommen, ist nie schön. Denn am Ende sagt einem jeder: „Ich weiß nicht, woran es liegt, ich kann nichts machen. Damit müssen Sie jetzt leben“. Die Chance, durch solche Funktionstests herauszufinden, dass ein Schwindelgefühl auch direkt mit einer Fehlinterpretation von Signalen zusammenhängen kann, kann Erleichterung bringen. Nur weil die Struktur des Innenohrs intakt ist, heißt das noch lange nicht, dass die Informationen aus der Nackenmuskulatur, die visuellen oder akustischen Informationen oder die Tiefenwahrnehmung aus dem Bewegungssystem richtig integriert werden können.

Die gute Nachricht ist, dass man das testen kann. Auch wenn ich nicht alles finden und heilen kann. Die Erkenntnis, in welchem bisher völlig unterschätzten Körpersystem man erfolgversprechend weitersuchen kann, kann neue Kraft und Zuversicht geben.

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