Osteopathie
… kranke Knochen?
Osteopathie ist eine Einladung an den Körper, sich selbst wieder zu spüren. Nicht, indem man ihn zwingt – sondern indem man ihm zuhört.
Manchmal ist es ein Gelenk, das nicht mehr so spielt wie früher. Manchmal ein Organ, das Spannung weitergibt, ohne dass wir es merken. Und manchmal ist es einfach ein Zuviel: von Haltung, von Stress, von Unbeweglichkeit.
Die osteopathische Arbeit beginnt dort, wo Worte oft nicht weiterführen, in der Sprache des Gewebes, der Bewegung, der Stille.
Mit den Händen erspüren wir Spannungen, Verbindungen, Blockaden. Und manchmal lösen sich diese nicht durch Druck, sondern durch Präsenz. Durch eine Berührung, die nicht korrigiert, sondern erinnert.
An das, was in uns gesund ist.
Und daran, dass vieles sich von selbst neu sortiert – wenn man ihm den Raum gibt, es zu tun.
„Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“
Lao-Tse
Vorteile
der Osteopathie
in aller Kürze
Osteopathie ist eine manuelle Therapie, die Spannungen erspürt und dem Körper hilft, sich selbst zu regulieren.
Im Mittelpunkt steht nicht das Symptom – sondern das Zusammenspiel aller Strukturen.
Keine Medikamente
… Osteopathie heißt nicht, dass Sie komplett auf alle Medikamente verzichten können. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass Sie auf das eine oder andere vielleicht verzichten könnten, weil es nur ein subjektives Symptom unterdrückt.
Wenn ein Gelenk oder Knochen schmerzt, dann ist aus osteopathischer Sicht die Versorgung mit Blut oder die Drainagefähigkeit durch das Lymphsystem gestört. Dem zu Grunde liegt daher eine Fehlregulation im Nervensystem. Während die Schulmedizin versucht, das Symptom abzuschalten oder das vermeintlich schadhafte Organ zu entfernen oder zu ersetzen, geht die Osteopathie zunächst den natürlicheren Weg. Durch gezielte manuelle Techniken wird versucht, die Durchblutung wieder zu normalisieren, die Informationswege der Nerven zu optimieren und dadurch wieder für genügend Nährstoffe zu sorgen.
Es ist einfach sicher
Es ist selbstredend, dass eine schulmedizinisch fundierte, ärztliche Diagnose vorangehen sollte. Haben Sie Röntgenbilder oder MRT-Aufnahmen, dann ist es in der Regel hilfreich, diese zum Behandlungstermin mitzubringen.
Auch wenn ich versuche, aus einer anderen, als der gewohnten Perspektive auf Ihr Anliegen zu schauen, ist es immer wichtig, bestehende und gesicherte Diagnosen zu kennen. Mit einem Gleitwirbel (unnatürlich beweglicher und damit schlecht gesicherter Rückenwirbel), einer Osteoporose („Knochenschwund“, verringerte Knochendichte) oder einer Zyste (verkapselte, nicht selten mit Blut, Gewebeflüssigkeit oder eine breiigen Flüssigkeit gefüllte Hohlräume in Geweben) in den Gedärmen müssen die Behandlungstechniken entsprechend angepasst werden.
Da es bei der osteopathischen Behandlung weder zu einer Verabreichung von Medikamenten, noch zu einem invasiven (Durchdringen der Haut mit Nadeln oder Messern) oder operativen Eingriff kommt, handelt es sich um eine sehr sichere Methode: Lediglich eine Gruppe von Techniken steht im Verdacht stärkere regulative Wirkung im Sinne einer kurzen Erstverschlimmerung zu haben: die HVLA-Techniken (High velocity, low amplitude – oder „Einrenken“, wie es fälschlicherweise genannt wird). Aber zu diesen Techniken werden Sie im Speziellen aufgeklärt und vorab getestet.
Allerdings sind die einwirkenden Kräfte sehr wohl und fein dosiert und das Gelenk dabei gesichert.
Symptome machen die "Krankheit"
Es ist großartig zu wissen, wie viel die Biologen und Mediziner unserer Zeit über Wohlergehen und Unwohl unseres Körpers herausgefunden haben. Und das man auf dieses Wissen in katalogisierter Form zugreifen kann.
Häufig zeigt sich beim genauen Betrachten, dass viele Krankheitsbilder immer wiederkehrende Symptome aufweisen, die als solche erst durch diese Definitionen zu Diagnosen werden:
Eine Arthrose zum Beispiel ist gekennzeichnet durch ein beginnendes Steifheitsgefühl, das eine Schwellung des betroffenen Gelenks nach sich ziehen kann. Neben anfänglichen Belastungsschmerzen kommen später noch ein Anlaufschmerz und final ein Ruheschmerz dazu. Haben Sie alle diese drei Symptome und wird in einem Röntgenbild noch eine Verminderung der betroffenen Knorpelmasse, eine Verschmälerung des Gelenkspaltes und eine Verdichtung der Knochen nachgewiesen, gilt die Diagnose als „gesichert“.
Aber wie entsteht denn überhaupt Arthrose? Welche Faktoren führen dazu, dass sich – sollten Sie nicht gerade Leistungssportler sein – eine Belastung für ihren Körper als so groß erweist, dass sie ihre Gelenke degeneriert? Und warum bekommen nicht alle Menschen mit derselben Belastung diese Krankheit? Warum gibt es Menschen, die auf Röntgenbildern dieselben Probleme aufweisen, aber keine Schmerzen haben?
Die Osteopathie setzt dort an, wo die Schulmedizin noch nicht oder nicht mehr nachfragt: Lassen sich alle oder einzelne Symptome reduzieren? Kann man durch Verbesserung der Beweglichkeit (im Gelenk selbst, aber auch den umliegenden Geweben und Ihren täglichen Bewegungsroutinen) eine Veränderung der Symptome erzielen ? Kann man die Versorgung des Gewebes verbessern – Blut besser an- oder abtransportieren lassen, die reinigende Drainage durch die Lymphflüssigkeit anregen oder Schwellung zu reduzieren? Kann das überreizte Nervensystem soweit beruhigt werden, dass es nicht mehr auf jede Kleinigkeit überreagiert? Und falls man es schafft, auf so viele kleine Faktoren wie Beweglichkeit, Empfindlichkeit oder Koordination positiv einzuwirken, bleibt Ihr Beschwerdebild dann noch als solches bestehen?
Sie möchten etwas verändern?
Dass Sie auf dieser Seite gelandet sind und sich durch so viel Text gearbeitet haben zeugt schon von einem Willen, Veränderung wenigstens in Betracht zu ziehen.
Ein operativer Eingriff, solange er nicht hoch-akut ist, kann (im chronisch-orthopädischen Bereich) manchmal auch noch ein wenig warten. Nicht im Sinne von „vor sich her schieben“, sondern im Sinne von Herausfinden, ob es nicht vorher doch anders geht. Viele gesetzliche und private Krankenkassen haben seit 2011 Programme ins Leben gerufen, die Ihnen die private osteopathische Behandlung bezuschussen. Die Erfahrungswerte scheinen also eindeutig für diese Form der Behandlung zu sprechen.
Informieren Sie sich bitte vor einer Behandlung auch bei ihrer Kasse über Möglichkeiten, Sie in Ihrem Genesungsprozess zu unterstützen.
Neurofunktionelle Integration
… funktionelle Systeme gezielt behandeln
NeuroFunktionelle Integration ist eine Einladung an das Nervensystem,
sich an sein Gleichgewicht zu erinnern.
Manchmal funktionieren Muskeln, Gelenke oder Organe für sich genommen gut –
und doch fehlt das Zusammenspiel.
Manches schaltet zu früh ab. Anderes reagiert zu spät.
Und manchmal ist es gar keine Schwäche –
sondern eine Schutzreaktion, die sich verselbständigt hat.
NFI arbeitet dort, wo Steuerung und Wahrnehmung sich leise verschoben haben.
Mit manuellen Reizen, die nicht behandeln, sondern befragen.
Die Reaktion des Körpers zeigt, wo Verbindung fehlt.
Und oft genügt ein klarer Impuls, damit das System wieder antwortet –
aus sich heraus.
Nicht perfekt. Aber lebendiger als zuvor.
„Das Leben muss ununterbrochen ein alles verschlingendes Monster bekämpfen: die Gewohnheit.„
frei nach Honoré de Balzac
Vorteile der Neurounktionellen Integeration
Was ist NFI - in aller Kürze
NeuroFunktionelle Integration (NFI) ist eine manuelle Methode, die gestörte Verbindungen im Nervensystem aufspürt.
Sie hilft dem Körper, komplexe Abläufe neu zu koordinieren – für mehr Stabilität, Kraft und Regulation.
Sie sind eigenverantwortlich...
Übungen, die Ihr Nervensystem wirklich ansprechen
Sie möchten nicht abhängig sein von einem festen Therapieplan oder wöchentlichen Korrekturen?
Dann sind Sie in guter Gesellschaft. Denn viele Menschen wünschen sich mehr Eigenverantwortung –
und geben sie doch oft unbemerkt ab.
In der Applied Kinesiology verbringen wir einen Großteil der Sitzung damit,
zu beobachten, wie Ihr Nervensystem auf gezielte Reize reagiert –
über Muskeltests, die zeigen, was funktioniert und was blockiert.
Aus diesen Rückmeldungen lassen sich oft sehr konkrete, individuell abgestimmte Übungen ableiten –
im Sinne eines neurozentrierten Trainings, das nicht einfach Muskelgruppen adressiert,
sondern über das Nervensystem Veränderungen im gesamten System ermöglichen kann.
Dabei geht es nicht um klassische Trainingspläne.
Sondern um die Frage:
Wird diese Übung von Ihrem System angenommen – oder überfordert sie es?
Gibt es vielleicht eine ganz andere Bewegung, die Ressourcen freisetzt,
obwohl sie mit dem eigentlichen Beschwerdebild scheinbar nichts zu tun hat?
Manchmal zeigt sich sogar, dass eine lang geübte Bewegung –
so sinnvoll sie theoretisch erscheinen mag –
einen negativen Effekt auf das Körpersystem hat,
weil die zugrundeliegende Steuerung nicht bereit dafür ist.
Deshalb sind die Übungen, die Sie mit nach Hause nehmen,
nicht „gut gemeint“ – sondern nervensystembasiert getestet.
Und das macht den Unterschied.
Sonst tat mir das doch imer ganz gut
Warum Vertrautes plötzlich nicht mehr hilft
Und was das mit Ihrem Nervensystem zu tun hat
Vielleicht haben Sie über Jahre eine gut funktionierende Bewegungsroutine entwickelt.
Oder eine Übung, die fester Bestandteil Ihres Alltags geworden ist –
in der Reha, im Sport, in der Therapie.
Und trotzdem: Plötzlich reagiert Ihr Körper anders.
Ungewohnt. Vielleicht sogar gereizt.
In meiner Praxis in Berlin-Moabit sehe ich genau das häufig:
Menschen, die alles „richtig“ machen – und deren System trotzdem aus dem Gleichgewicht gerät.
Das liegt nicht an der Übung selbst.
Sondern daran, dass unser Nervensystem nicht statisch ist.
Es verarbeitet täglich Millionen von Reizen –
die meisten davon unterbewusst, aber mit Wirkung.
Und manchmal kommt genau das zusammen:
Ein bekanntes Bewegungsmuster trifft auf ein ungelöstes Koordinationsproblem.
Nicht sichtbar wie ein Splitter im Finger – aber spürbar in Form von Verspannung, Erschöpfung oder Unwohlsein.
In meiner Arbeit mit Applied Kinesiology und NeuroFunktioneller Integration
testen wir genau das:
Ob eine Bewegung aktuell vom System angenommen wird –
oder ob sie ungewollt Stress erzeugt.
Denn theoretisch sinnvolle Übungen helfen nur dann,
wenn sie vom Körper als hilfreich erkannt werden.
Und manchmal ist es nicht mehr Kraft, nicht mehr Disziplin,
sondern einfach ein anderer Reiz, der das System wieder freischaltet.
Sie haben Anliegen, die auf den ersten Blick von niemandem behandelt werden
Wie oft kommen Patienten zu mir, die zum Beispiel unter Schwindel leiden. Aber der Hals-Nasen-Ohren-Arzt hat ein Innenohr- oder Augenproblem ausgeschlossen, der Osteopath hat die Nackenmuskulatur bis zum Erbrechen gelockert oder ein anderer Facharzt hat ihnen erklärt, dass „eigentlich alles in Ordnung ist“.
Als Patient so weit zu kommen, ist nie schön. Denn am Ende sagt einem jeder: „Ich weiß nicht, woran es liegt, ich kann nichts machen. Damit müssen Sie jetzt leben“. Die Chance, durch solche Funktionstests herauszufinden, dass ein Schwindelgefühl auch direkt mit einer Fehlinterpretation von Signalen zusammenhängen kann, kann Erleichterung bringen. Nur weil die Struktur des Innenohrs intakt ist, heißt das noch lange nicht, dass die Informationen aus der Nackenmuskulatur, die visuellen oder akustischen Informationen oder die Tiefenwahrnehmung aus dem Bewegungssystem richtig integriert werden können.
Die gute Nachricht ist, dass man das testen kann. Auch wenn ich nicht alles finden und heilen kann. Die Erkenntnis, in welchem bisher völlig unterschätzten Körpersystem man erfolgversprechend weitersuchen kann, kann neue Kraft und Zuversicht geben.
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